Auf Orchideen-Safari in Zambia

Datum: 03. Januar 2023
Referent + Foto: Leo Klemm
Beitrag: Rita Hofmann

Der Referent nahm uns mit auf seine Reise zu den bekanntesten Wasserfällen in Zambia, in deren Nähe es häufig viele Orchideenstandorte hat.  Zambia ist ein Land im Herzen Afrikas, welches sehr wasserreich ist, viele Naturparks und eine sehenswerte Fauna und Flora hat. Es ist touristisch etwas erschlossen, aber bis auf wenige Orte vom Massentourismus verschont. Die touristische Reisesaison erstreckt von Mai bis November, der Trockenzeit, und endet mit der Regenzeit, da in der Regenzeit viele Strassen unpassierbar werden. Leider blühen in der Trockenzeit nicht sehr viele Orchideen. So wurde der Vortrag ergänzt mit vielen Blütenbildern aus dem Gewächshaus.

Die Reise führt von der Hauptstadt Lusaka zu den Überschwemmungsbieten von Bangweulu, den Ntumbachushi Falls, den Kundabikwa Falls, den Kabweluma Falls, den Lumangwe Falls, den Chisimba Falls an den Lake Tanganika,  an die Kalombo Falls, und zu den heissen Quellen von Kapishya  und den Nationalpark North Luangwa. Und überall auf der Reise waren afrikanische Wildtiere, seltene Vögel und Insekten zu sehen.

Typische afrikanische Orchideengattungen sind Aerangis, Angraecum, Rangaeris, Polystachia,  Microcoelia und Tridactyle. Sie sind häufig bekannt für ihren wunderbaren Duft, der vor allem nachts Falter und Bestäuber anlocken soll.  Hingegen sind bei vielen Gattungen die Blüten eher weiss, manchmal mit einem langen Sporn oder gelblich und klein. Die Ausnahme ist Ansellia africana, mit braun gesprenkelten, grossen gelben Blüten. Die afrikanische Vanilla polylepsis hat eine attraktive rote Lippe. Sie kam nur an wenigen Orten auf der Reise vor, dort aber als riesige Pflanze. Bulbophyllum ist verbreitet vorhanden mit den Arten B. falcatum , maxima, scaberulum und elliotii und  Cyrtorchis arcuata.

Ausser an Felsen und Bäumen im Bereich der Wasserfälle finden sich Orchideen als Aufsitzer in Xerophyten. Xerophyten sind Pflanzen, die an extrem trockenes Klima angepasst sind, häufig ihre Blätter in der Trockenzeit abwerfen und aus dem faserigen Stamm heraus in der Regenzeit wieder austreiben.  Die verholzenden Stämme eignen sich gut für epiphytische Orchideen wie Polystachya. Auf dem Boden sind wenig Orchideen, da die häufigen Buschfeuer sie dort alle vernichten. Man findet Orchideen auch in Pandanusdickichten. Ansellia africana ist eine der wenigen Orchideen, die auch in sehr heissen und trockenen Habitaten auf Bäumen überleben kann.

Der Vortrag war abgerundet mit vielen Aufnahmen typisch afrikanischen Tieren, wie Elefanten, Hyänen, Pavianen, Wildhunden, Krokodilen und Nilpferden und einer grossen Anzahl Antilopenarten.

Vielen Dank für diesen eindrucksvollen Vortrag.

Auszeichnungen Januar 2023
Präsentation (vorgestellte Pflanzen)