Panama – mehr als ein Kanal – Teil 2

Datum:07. April 2026
Referentin / Foto:Elisabeth Breitenstein
Bericht:Rita Hofmann


In ihrer Beamer-Präsentation berichtete Elisabeth Breitenstein von einer Reise, die von Schweizern geführt wurde, welche nach Panama ausgewandert sind. In diesem zweiten Teil folgen wir dem Kanal und lernen viel Interessantes über dessen Entstehung und die Tier- und Pflanzenwelt entlang des Wassers. Der Kanal, der zuerst die beiden Ozeane direkt verbinden sollte, wurde letztendlich mit mehreren Schleusen realisiert, da beim Bau des ‘Basiskanal’ Unmengen von Aushub angefallen wären. Und noch so türmen sich an den Seiten des Kanals hohe Abraumhalden. Der Wasserverbrauch der Schleusen ist erheblich und ein künstlicher See wurde dafür gebaut. Einige Gebiete entlang des Kanals sind Sperrzone und Naturschutzparks. Als Tourist kann man den Kanal nur auf dem Schiff passieren, denn die Eisenbahnlinie entlang des Kanals steht nur dem Güterverkehr offen.

Und natürlich gab es wunderschöne Orchideen zu sehen, z. B. ein Oncidium heteranthum mit filigranen Blättern. Auf der Dracula Finca findet man fast alle bekannten Arten von Dracula, das Gewächshaus ist eher schattig und wird von einem Bach durchzogen. Die Gegend um Boquete hat das ganz Jahr über ein ausgeglichenes Klima mit Temperaturen zwischen 15 – 25°, ideal für praktisch alle Pflanzen, Gemüse, aber auch viele Pflanzen, die wir als typische Zimmerpflanzen halten. Wunderschöne Passionsblumen und Helioconien, Ingwergewächse und Bromelien sind heimisch. Auch die Kaffeepflanze liebt dieses Klima und ist eines der Exportgüter. Kaffeebäumchen werden im Schatten grosser Bäume gepflanzt.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Islas Bastimetos, die nur 30 km lang ist, fast unbewohnt und weitgehend ein Naturpark. Erstaunlich ist, dass viele Orchideen das eher trockene Klima vertragen, dass durch die warmen Fallwinde entsteht. Allerdings findet man sie typsicherweise an der Ostseite von Bäumen, die keine direkte Sonne bekommen. Epidendren sind weit verbreitet. Da die meisten Orchideen aber nicht blühten, war ihre genau Artbestimmung nicht immer möglich. Einige Cataseten, standen sogar in praller Sonne. Neben den heimischen Arten gedeihen auch viele eingeführte, wie z. B. die Vanilla planifolia. In der Nähe einer ehemaligen Orchideengärtnerei gab es weisse Cattleyen.

Neben den Pflanzen faszinierten auch die Tiere, Brüllaffen, Faultiere und wunderschönen Vögel.

Einen herzlichen Dank geht an die Referentin für diesen Reisebericht, der sicher den einen oder andern dazu gebracht hat, einmal über eine solche Reise nachzudenken.