Wildes Sambia
| Datum: | 06. Januar 2026 |
| Referent / Fotos: | Hanspeter Feuz |
| Bericht: | Rita Hofmann |
Unser Referent und Mitglied Hanspeter Feuz ist eidgenössisch geprüfter Wanderleiter (Home | ASAM SWL), welcher vor allem in seinen Ferien und im Ausland nebenberuflich als professioneller Wanderführer tätig ist. Er stellte uns eine seiner beliebtesten Destinationen vor, nämlich Sambia im Süden von Afrika. Im Vordergrund standen Begegnungen mit den Wildtieren dieser Gegend und die ausgezeichneten Fotosafaris, die man dort machen kann. Sambia ist 18-mal grösser als die Schweiz und hat 21 Millionen Einwohner verteilt auf zirka 73 Ethnien. Es gibt in Sambia eine grosse Diversität der Fauna mit 242 Säugetierarten, 757 Vogelarten, 156 Reptilien, 74 Amphibien- und 490 Fischarten. Der Fischreichtum in einem Binnenland erstaunt. Die grosse Anzahl Süsswasserfische beruht darauf, dass Sambia von grossen Flüssen (z. B. dem Sambesi, Luanga, Kafue) begrenzt und durchzogen ist. An der Grenze zu Zimbabwe finden sich die weltberühmten Victoria Fälle des Sambesi.
Zurzeit gibt es keine Direktflüge aus der Schweiz, aber viele Möglichkeiten über Südafrika, Dubai oder europäische Grossstädte zu reisen. Da auch die Strassen in dem grossen Land nicht sehr gut sind, muss man zwischen den Parks häufig noch Inlandflüge planen. Die beste Reisezeit ist kurz vor der Regenzeit (Dezember bis April), also im südlichen Herbst/Winter, in der auch die Temperaturen weniger hoch sind. Die meisten Touren finden in offenen Safariwagen statt, die von den Reisenden selbst gefahren werden. Die Unterkünfte sind häufig sehr luxuriöse Lodges, die allerdings auch recht teuer sein können.
Neben der beeindruckenden Fauna, die die berühmten ‘Big Five’ (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard, Kaffernbüffel) umfasst, leben dort viele typische Tiere des südlichen Afrikas, Giraffen, Kuduantilopen, Warzenschweine, Paviane und Meerkatzen. Einen beeindruckende Fellzeichnung zeigt die Unterart der Giraffen Sambias, die Thornicroft Giraffe. Sambia ist in grossen Teilen ein Plateau auf zirka 1500 m Höhe, die Miobo Savanne, mit einer Strauchvegetation . Tiere, die auf offenes Grasland angewiesen sind, wie der Gepard, findet man daher dort nicht. Dafür leben dort die recht seltenen Wildhunde, ausserdem Hyänen und Zibetkatzen. Zwei der gefährlichsten Vertreter der Tierwelt leben vorwiegend im Wasser, das Krokodil und das Nilpferd. Es kommt immer wieder zu Unfällen mit Fischern, die auf Einbäumen unterwegs sind.
An den vielen Flüssen leben zahlreiche fischfressende Vogelarten, wie Rosapelikane, Störche, Glockenreiher, Mangrovenreiher, Eisvogelarten und der Wappenvogel Sambias, der Fischadler. Mehr im Buschland leben die Insektenfresser wie die bunten Bienenfresser und Spinte.
Auch die Flora Sambias bemerkenswert ( https://www.zambiaflora.com/ )mit zahlreichen Orchideenarten, z. B. die attraktive Ansellia africana, Eulophien und Microcoelia. Satyricum buchanii Knollen werden in einem traditionellen Gericht, dem Chikanda, verarbeitet, was leider dazu geführt hat, dass diese Orchidee jetzt gefährdet ist.
Es war sehr schön, die vielseitigen Reiseaktivitäten unseres Mitglieds einmal kennenzulernen und seine exzellenten Tierfotos zu bewundern.
Auszeichnung Januar 2026
Holcoglossum subulifolium x Vanda christensonianum von Barbara Althaus
Vorgestellte Pflanzen Januar 2026
Barkeria Hybrid von Claude Weyermann
Paphiopedilum venustum x ??? von Claude Weyermann
